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Im Aikido, wie in jeder
Budo-Disziplin, nennt man den Übungsraum oder Trainingsraum Dojo
(jap. = der Raum des Weges). Ein Aikido-Dojo ist in der Regel
mit Judo-Matten oder Tatami ausgelegt, die Verletzungen durch Stürze
verhindern sollen. Weiterhin gibt es in den meisten Fällen eine so
genannte "Kamiza" (jap. = Götterplatz). Die Kamiza ist
entweder ein Bild des O-Sensei
oder eine Kalligraphie,
oder auch einfach eine Blumenvase mit frischen Blumen. Ein Dojo zeichnet
sich gegenüber einer Turnhalle oder einer sonstigen Sportstätte durch
eine, von der jeweiligen Kampfkunst geprägten Etikette aus. Im Aikido gehört
dazu nicht nur eine bestimmte Bekleidung ( der Judo-Anzug mit oder ohne
Hakama), sondern auch auch ein bestimmtes Verhalten, sowohl auf der
Judo-Matte, als auch im gesamten Dojo.
Das Aikido- Prüfungssystem orientiert sich am
traditionellen 5-stufigen Kyu-Prüfungs-System, wie es früher in den
Budo-Sportarten Judo und Karate auch üblich war. Die Kyu- oder "Schüler"-Grade
werden vom 5. Kyu, der "Anfänger-Graduierung", absteigend bis
zum 1. Kyu durch eine Prüfung erworben.
Die Dan-Grade werden aufsteigend vom 1. Dan bis zum 8. Dan gezählt und
werden ebenfalls bis zum 4. oder 5. Dan durch eine Prüfung
erworben.
Der 1. Dan bedeutet entgegen allgemeiner Auffassung, keineswegs die
Meisterschaft im Aikido; er ist also noch kein Meister-Grad. Er bedeutet
lediglich, dass der Aikido-Schüler die Grundlagen des Aikido hinreichend
beherrscht. Ab dem 2. Dan spricht man erst von von einem Meister-Grad. Die
Gürtelfarben sind: weiß für alle Kyu-Grade - wobei ab dem 2. Kyu ein
schwarzer oder blauer Hakama (= traditioneller japanischer Hosenrock)
getragen werden darf, und schwarz für alle Dan-Grade (sowie verbindlich
ein schwarzer oder blauer Hakama).
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